Hushpuppies
Booker: Sebastian TimDie Leute haben sich schon Sorgen gemacht. Mehr als drei Jahre sind vergangen, seitdem die HUSHPUPPIES Ihr letztes Album veröffentlicht hatten. Drei Jahre. Beinahe eine Ewigkeit in der kurzlebigen Branche der Popmusik. Seit März hat das Bangen endlich ein Ende: Die HushPuppies brachten ihr drittes Album „The Bipolar Drift“ heraus.
Die fünfköpfige Garage-Rock-Band aus dem sonnigen Süden Frankreichs hatte sich 2003 nach der Veröffentlichung einer selbstproduzierten EP innerhalb von Monaten zu einem der Top 5-Acts Frankreichs und Nordspaniens entwickelt. Ihr 2005 veröffentlichtes Debütalbum „The Trap“ verkaufte sich mehr als 20000 mal und der darauf enthaltene Song „You’re Gonna Say Yeah!“ war dank eines gewissen Konsolenspiels über Gitarrenhelden sogar in den warmbehütetsten Haushalten dieser Welt zu hören. 2007 erschien schließlich der Nachfolger des rekordverdächtigen Debuts: „Silence Is Golden“.
„The Bipolar Drift“ ist jedoch anders als seine beiden Vorgänger. Das Album ist vielseitiger und krachende Gitarren wurden die meiste Zeit im Koffer gelassen. Der eine Song klingt, als wäre er zum Soundtrack des nächsten Tarantino-Films erkoren, der andere erscheint wie ein postmodernes Wiegenlied. Und der nächste nimmt mit seinen ungezügelten Keyboard-Parts den Powerpop auf die Schippe. Vielleicht hat der Produzent Axel Concato von Axel and the Farmers seinen Teil zu dieser Vielseitigkeit beigetragen. Vielleicht sind die HushPuppies auch einfach erwachsener geworden.

